Wenn man in den Urlaub fährt, hat man sich schon meistens etwas vorgenommen. Bei mir war es eigentlich nicht viel: Mit einem '69er Dodge Charger eine Küstenstraße entlangfahren, während eine hübsche Frau entspannt die Beine auf das Armaturenbrett gelegt hat und dabei sanfte, melancholische Balladen von Dallas Green hören. Realität: Das Auto entpuppt sich als japanischer Kleinstwagen, die hübsche Frau nimmt auf der Rückbank platz, weil sich der 1,90 große Riese nicht auf Rückbank zusammenfalten lässt und die Küstenstraße ist eine spanische Kleinstadt, in der sich gerade ein verkehrstechnisches Vietnam abspielt. Sind wir ehrlich, da denkt man eher an Slayer als an City And Colour. Aber Spaß beiseite, der Urlaub war schön.
Wenn ich ehrlich sein soll, als ich das „Little Hell“ erste Mal gehört habe, war ich überhaupt nicht begeistert. Aber mit jedem weiteren Durchhören gefiel es mir immer besser. Sogar der Opener „We Found Each Other In The Dark“, den ich am Anfang für einen grauenvollen Heulkrampf hielt, erhält mit der Zeit seinen eigenen Charme. Das nun dritte Soloalbum des Kanadiers unterscheidet sich allerdings grundlegend von den beiden Vorgängern. Dass der Herr sich alleine mit der Gitarre begleitet, bleibt die Ausnahme. Der Trend geht klar weg von Singer/Songwriter zu Songs mit voller Instrumentalisierung, und vor allem auch zu Songs, die ganz ohne Akustikgitarre auskommen, wie zum Beispiel „Natural Disaster“ und „Fragile Bird“. Das soll aber alles nicht schlecht sein, denn der Spagat zwischen „City and Colour“ und „City and Colour 2.0“ gelingt. Und es wäre ja nicht so, wenn nicht mit „Grand Optimist“, „Nothern Wind“ und „Oh Sister“ genau diese melancholischen Songs auf dem Album wären, die wir von „City And Colour“ kennen.
Was mir besonders an der neuen Platte des Ex-Alexisonfire Gitarristen gefällt, ist erstens: Genau diese Mischung aus Balladen und schon fast Rock-Songs, die vor allem an keiner Stelle unnatürlich wirkt. Zweitens: Die Annäherung an Rock und Alternative, bei der es Dallas Green schafft, sich nicht an diese Richtungen anzubiedern, indem er eben nicht auf Schemata dieser beiden Richtungen zurückgreift. Anspieltips sind: „Natural Disaster“, „Fragile Bird“, „Northern Wind“ und mein persönlicher Lieblingssong der Platte „Weightless“.
Samstag, 22. Oktober 2011
Mittwoch, 1. Juni 2011
Review: Silverstein – Rescue
Konsequenz heißt das Zauberwort, das sich seid " When Broken Is Easily Fixed" bis "A Shipwreck In The Sand" durch die Musik der fünf Kanadier zieht und welches auch das Credo für das nun erschienene Album "Rescue" ist. Man könnte nun natürlich einwenden das Konequenz auch heißen könnte, Holzwege zu Ende zu gehen oder nicht in der Lage zu sein, sich musikalisch weiterzuentwickeln. Was man aber vor allem diesem Album nicht unterstellen kann.
Erschienen ist dieses Album auf Hopeless Records, nachdem sich Silverstein nach "A Shipwreck In The Sand" von Victory Records trennte und einige Zeit als freie Band arbeitete und das neue Album schrieb. Aber zum Album selber, Silverstein machen genau das was sie immer gemacht haben, Up-Timed Parts, ausgefeilte Melodien, die schon eher an Hymen erinnern und Beat-Down Parts die nur so vor Energie strotzen. Trotzdem überraschen Silverstein auf diesem Album immer wieder von neuen, sei es das Solo in "Burning Hearts" hinten dem man sich keineswegs verstecken muss, oder direkt der nächste Song "Darling Harbour", der eher ein Rocksong ist, als irgendetwas mit Hardcore zu tun hat.
Es gibt also wieder Silverstein vom feinsten, Geschrei, melodiösen Gesang, Songs bei denen man gar nicht anders kann als mitzuwippen und jede Menge Kitsch. Vor allem hört man aber das die Kanadier auch noch im elften Jahr nach ihrer Gründung, noch eine ganze Menge Spaß an der Musik haben. Würde ich mir auch von Bands wünschen. Anspieltipps sind auf jeden Fall "Forget Your Heart", "Intervention", "Burning Hearts" und "Darling Harbour". Insgesamt ein Album, das man im Plattenschrank stehen haben sollte wenn schon Silverstein Fan ist, oder es vor hat zu werden. Und für mich persönlich bisher(!) das Album des Jahres, wobei ich hoffe das noch weitere in dieser Größenordnung folgen werden.
Erschienen ist dieses Album auf Hopeless Records, nachdem sich Silverstein nach "A Shipwreck In The Sand" von Victory Records trennte und einige Zeit als freie Band arbeitete und das neue Album schrieb. Aber zum Album selber, Silverstein machen genau das was sie immer gemacht haben, Up-Timed Parts, ausgefeilte Melodien, die schon eher an Hymen erinnern und Beat-Down Parts die nur so vor Energie strotzen. Trotzdem überraschen Silverstein auf diesem Album immer wieder von neuen, sei es das Solo in "Burning Hearts" hinten dem man sich keineswegs verstecken muss, oder direkt der nächste Song "Darling Harbour", der eher ein Rocksong ist, als irgendetwas mit Hardcore zu tun hat.
Es gibt also wieder Silverstein vom feinsten, Geschrei, melodiösen Gesang, Songs bei denen man gar nicht anders kann als mitzuwippen und jede Menge Kitsch. Vor allem hört man aber das die Kanadier auch noch im elften Jahr nach ihrer Gründung, noch eine ganze Menge Spaß an der Musik haben. Würde ich mir auch von Bands wünschen. Anspieltipps sind auf jeden Fall "Forget Your Heart", "Intervention", "Burning Hearts" und "Darling Harbour". Insgesamt ein Album, das man im Plattenschrank stehen haben sollte wenn schon Silverstein Fan ist, oder es vor hat zu werden. Und für mich persönlich bisher(!) das Album des Jahres, wobei ich hoffe das noch weitere in dieser Größenordnung folgen werden.
Dienstag, 24. Mai 2011
Dance Gavin Dance und Breitenbach – 21. Mai Luxor, Köln
Haben denn Millionen Flaschen Gerstensaft auf denen steht "Bier bewusst genießen", gar nichts genützt? Wir gehen etwa um 7 Uhr ins Luxor und erledigen den obligatorischen Konzertkram, Bier holen, Merch begutachten und so weiter. Den Support Breitenbach, kannte ich vorher nicht, also ließ ich mich einfach mal überraschen.
Gegen acht kam die Dreiercombo aus Frankfurt auf die Bühne und spielte, ja wie beschreibt man das jetzt, Schulbandrock auf hohem Niveau. Instrumental alles super, aber irgendwie war mir das alles zu glatt. Für Radio wäre es super geeignet gewesen, aber nicht als Vorband für eine Hardcoreband. Genauso kamen kamen sie dann auch bei dem auf Schreimusik eingerichteten Publikum an. Trotz diverser Versuche seitens des Bassisten durch waghalsige Klettermanöver das Publikum für seine Band zu begeistern, blieb das Publikum eher ruhig und je mehr ich drüber nachdenke, frag ich mich welcher Booker eine Radiorockband wie Breitenbach, Dance Gavin Dance, die sie morgends um 18:00 noch als Konterbier verdrücken, zum Fraß vorwirft.
Was natürlich promt folgte. Was allerdings eher an der Person Jonny Craig lag, als an der Band selber, die nämlich samt besagtem Sänger geistig nicht auf dieser Bühne zugegen war. Die Show selber war ... okay, ich fand es schade, dass man sich mit dem Set auf die beiden Downtown Ballte Mountains festlegte, was zu folge hatte, dass ich ganze zwei Songs während des Konzerts erkannt habe. Aber was ich vor allem Jonny Craig vorhalten muss ist, dass er sich riesig etwas darauf eingebildet hat, auf der Bühne besoffen zu sein. Hallo?! Was soll das, sich nach der Show ins Koma zu saufen ist vollkommen in Ordnung, aber auf der Bühne damit anzugeben ist kindisch, klar war jeder Musiker mal voll auf der Bühne, aber das hat dem, was ich bisher an berauschten Bands gesehen habe die Krone aufgesetzt. Was mich zu einem Tweet bringt, den ich gelesen habe, wo sich der Autor drüber aufgeregt hatte, dass wenn die aus Kalifornier schon mal in Europa touren, sie gefälligst nicht so weggetreten sein sollten, dass sie kaum noch ihre Show spielen können. Unrecht hat er definitiv nicht.
Dazu kamen noch die "Fans" die unbedingt mit ihren Kameras in den ersten Reihen stehen mussten und damit den Rest Stimmung ordentlich getötet haben. Was ich besonders Schade fand, war, dass der weitere Support Blitzkid abgesagt hatte, was die 18 Euro Abendkasse wenigstens etwas legitimiert hätten, weil so das Konzert vielleicht die zwei Stunden Marke geknackt hätte. Als Fazit: Hätte ich die 18 Schlappen an der Abendkasse löhnen müssen, wäre ich stinksauer gewesen, so waren es halt nur eineinhalb nicht so gut angelegte Stunden meines Lebens.
Gegen acht kam die Dreiercombo aus Frankfurt auf die Bühne und spielte, ja wie beschreibt man das jetzt, Schulbandrock auf hohem Niveau. Instrumental alles super, aber irgendwie war mir das alles zu glatt. Für Radio wäre es super geeignet gewesen, aber nicht als Vorband für eine Hardcoreband. Genauso kamen kamen sie dann auch bei dem auf Schreimusik eingerichteten Publikum an. Trotz diverser Versuche seitens des Bassisten durch waghalsige Klettermanöver das Publikum für seine Band zu begeistern, blieb das Publikum eher ruhig und je mehr ich drüber nachdenke, frag ich mich welcher Booker eine Radiorockband wie Breitenbach, Dance Gavin Dance, die sie morgends um 18:00 noch als Konterbier verdrücken, zum Fraß vorwirft.
Was natürlich promt folgte. Was allerdings eher an der Person Jonny Craig lag, als an der Band selber, die nämlich samt besagtem Sänger geistig nicht auf dieser Bühne zugegen war. Die Show selber war ... okay, ich fand es schade, dass man sich mit dem Set auf die beiden Downtown Ballte Mountains festlegte, was zu folge hatte, dass ich ganze zwei Songs während des Konzerts erkannt habe. Aber was ich vor allem Jonny Craig vorhalten muss ist, dass er sich riesig etwas darauf eingebildet hat, auf der Bühne besoffen zu sein. Hallo?! Was soll das, sich nach der Show ins Koma zu saufen ist vollkommen in Ordnung, aber auf der Bühne damit anzugeben ist kindisch, klar war jeder Musiker mal voll auf der Bühne, aber das hat dem, was ich bisher an berauschten Bands gesehen habe die Krone aufgesetzt. Was mich zu einem Tweet bringt, den ich gelesen habe, wo sich der Autor drüber aufgeregt hatte, dass wenn die aus Kalifornier schon mal in Europa touren, sie gefälligst nicht so weggetreten sein sollten, dass sie kaum noch ihre Show spielen können. Unrecht hat er definitiv nicht.
Dazu kamen noch die "Fans" die unbedingt mit ihren Kameras in den ersten Reihen stehen mussten und damit den Rest Stimmung ordentlich getötet haben. Was ich besonders Schade fand, war, dass der weitere Support Blitzkid abgesagt hatte, was die 18 Euro Abendkasse wenigstens etwas legitimiert hätten, weil so das Konzert vielleicht die zwei Stunden Marke geknackt hätte. Als Fazit: Hätte ich die 18 Schlappen an der Abendkasse löhnen müssen, wäre ich stinksauer gewesen, so waren es halt nur eineinhalb nicht so gut angelegte Stunden meines Lebens.
Samstag, 2. April 2011
Review: Rise Against - Endgame
Also ist nun so weit, das sechste Rise Against Album kam am 11. März raus und knallt spontan auf Platz 1 der Album Charts, herzlichen Glückwunsch an der Stelle. Zum Album selber, naja alte Fans die sie mit "Appeal To Reason" vergrault haben, werden sie damit sicher nicht zurückgewinnen. Der Platte mangelt es einfach an fast allen Ecken und Enden. Auch wenn die Songs diesmal schon ein bisschen mehr nach vorne gehen, als auf dem Griff ins Klo, der sich als Vorgängeralbum tarnt, bleibt die ganze Geschichte viel, viel zu brav. Selbst im Opener "Architects", der einer der besten Songs auf dem Album ist, fehlt es einfach an der Hand die einem das Ganze feste ins Gesicht drückt.
Punkt Nummer 2: Die Platte ist einfach langweilig, so wirklich etwas überraschendes gibt es nicht, ab dem dritten Song, dümpelt "Endgame" so vor sich hin und man hat den Eindruck dass den vier Jungs aus Chicago auf halben Wege die Ideen ausgegangen sind, wirklich hängen bleiben die Songs auch nicht, auch wenn die Melodielinien, wie immer, sehr gut sind.
Okay, aber versuchen wir mal positiv zu sehen. Es gibt sicher auch die guten Momente auf dem neuen Rise Against Album, aber viele zählen wir leider nicht. Hörenswert sind: "Help Is On The Way", "Architects" "Satellite" und "This Is Letting Go". Aber insgesammt lohnt sich die Platte definitiv nicht.
facebook Gefaellt mir
Punkt Nummer 2: Die Platte ist einfach langweilig, so wirklich etwas überraschendes gibt es nicht, ab dem dritten Song, dümpelt "Endgame" so vor sich hin und man hat den Eindruck dass den vier Jungs aus Chicago auf halben Wege die Ideen ausgegangen sind, wirklich hängen bleiben die Songs auch nicht, auch wenn die Melodielinien, wie immer, sehr gut sind.
Okay, aber versuchen wir mal positiv zu sehen. Es gibt sicher auch die guten Momente auf dem neuen Rise Against Album, aber viele zählen wir leider nicht. Hörenswert sind: "Help Is On The Way", "Architects" "Satellite" und "This Is Letting Go". Aber insgesammt lohnt sich die Platte definitiv nicht.
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Sonntag, 30. Januar 2011
Review: Punk Goes Pop Vol. III
Wenn ich an Punk-Cover denke, fällt mir immer zuerst das „Stand By Me“ Cover von Pennywise ein, oder auch „Boys Of Summer“ in der Version von den Ataris. Das die neue „Punk Goes Pop“ damit etwa so viel zu tun hat, wie der neulich erschienene deutschsprachige Krankenhausporno mit der Realität in den Notaufnahmen der Republik, war mir eigentlich schon klar, aber es kam dann doch noch schlimmer. Ich hab die Platte jetzt ein paar mal gehört und muss mich bei Fearless Records bedanken, dass ich mich mit bald 22 Jahren verdammt alt fühle. Erstens kenne ich nur wenige Bands die mit einem Song auf dem Sampler vertreten sind, sondern auf der Seite der Originalen, sieht es auch nicht besser aus. Also erstmal Popsongs hören, bevor ich richtig anfangen kann zu motzen.
An sich finde ich es schon fast eine Frechheit, dass in dem allersten Song nicht einmal eine Gitarre vorkommt, extrem schwach, mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Ansonsten ist der ganze Sampler eher schwach. Traurigster Punkt ist sicherlich das „Bulletproof“ Cover von Family Force 5, es reicht einfach nicht das ganze Lied um die Hälfte langsamer zu machen und Stimme so klingen lassen als ob die La Roux Sängerin nach einer durchgezechten Nacht den ganzen Spaß noch einmal einsingt. Dafür gibt es nicht mal einen sarkastischen Applaus. Was hat die Platte ansonsten zu bieten, außer einem ganz soliden „In My Head“ Cover von Mayday Parade, ein gutes Akon Cover von Asking Alexandria? Nicht viel, bestes Lied der Platte ist meiner Meinung nach „My Love“ von We Came As Romans. Gefällt mir sehr gut, geht direkt nach vorne und ist alles andere als nett zu Justin Timberlake, genauso muss dass.
Also, das Ganze hat mit wenigen Ausnahmen des Titel „Punk Goes Pop“ nicht verdient und ist bei weitem kein Nachfolger für den zweiten Teil der Serie. Knaller wie „Apologize“ von Silverstein, oder „Toxic“ von A Static Lullaby wie auf der zweiten Ausgabe, fehlen komplett und weil auch die Qualität der „Pop Goes Punk“ Reihe schon mit der Veröffentlichung vom zweiten Sampler schon stark abgenommen hatte, glaube ich auch nicht, dass wir da noch viel erwarten müssen.
An sich finde ich es schon fast eine Frechheit, dass in dem allersten Song nicht einmal eine Gitarre vorkommt, extrem schwach, mehr kann man dazu einfach nicht sagen. Ansonsten ist der ganze Sampler eher schwach. Traurigster Punkt ist sicherlich das „Bulletproof“ Cover von Family Force 5, es reicht einfach nicht das ganze Lied um die Hälfte langsamer zu machen und Stimme so klingen lassen als ob die La Roux Sängerin nach einer durchgezechten Nacht den ganzen Spaß noch einmal einsingt. Dafür gibt es nicht mal einen sarkastischen Applaus. Was hat die Platte ansonsten zu bieten, außer einem ganz soliden „In My Head“ Cover von Mayday Parade, ein gutes Akon Cover von Asking Alexandria? Nicht viel, bestes Lied der Platte ist meiner Meinung nach „My Love“ von We Came As Romans. Gefällt mir sehr gut, geht direkt nach vorne und ist alles andere als nett zu Justin Timberlake, genauso muss dass.
Also, das Ganze hat mit wenigen Ausnahmen des Titel „Punk Goes Pop“ nicht verdient und ist bei weitem kein Nachfolger für den zweiten Teil der Serie. Knaller wie „Apologize“ von Silverstein, oder „Toxic“ von A Static Lullaby wie auf der zweiten Ausgabe, fehlen komplett und weil auch die Qualität der „Pop Goes Punk“ Reihe schon mit der Veröffentlichung vom zweiten Sampler schon stark abgenommen hatte, glaube ich auch nicht, dass wir da noch viel erwarten müssen.
Mittwoch, 20. Oktober 2010
5 Bugs, 3 Feet Smaller und Wretched - 9. Oktober Underground, Köln
Ja, was soll man sagen ein grandioses Konzert, aber fangen wir vorne an. Eigentlich bin ich es gar nicht gewohnt mich vor 20 Uhr in 550 zu setzten und Richtung Underground zu fahren, aber da es auch noch einen Geburtstag zu feiern gab, war ich schon gegen halb sechs auf dem Weg nach Köln. Aber reden wir über die wichtigen Sachen des Abends. Um halb Acht schlagen wir im Underground auf und warten draußen, rauchenenderweise auf die Vorband Wretched, von der ich irgendwann mal schon etwas gehört habe, aber eigentlich keine genauen Vorstellungen habe.
Naja, Wretched, sagen wir mal: Klische zu 100 % erfüllt. Poppunk wie aus dem (Gott sei Dank!) nicht vorhandenem Lehrbuch. Es ist wahrlich nichts besonderes, das ganze erinnert mich an „Adieu Ok!“ ohne notorisches Rumgeschrei. Also wie gesagt, nichts besonderes und, ach ja wo steht bitte geschrieben, dass Poppunk, Emo und Pop-Emo-Wurst-Core Bands auf Konzerten Feinripp Unterhemdem tragen müssen? Meine Fresse, drei Mann in weiß, einer in schwarz. Aber reden wir über das Konzert. Was ich den Jungs auf jeden Fall zu Gute halten muss, ist, dass man sich auf ihre Homepage ihrer EP kostenlos runterladen kann. Dafür ein sehr großes Lob, aber es ist halt wie gesagt nichts besonderes.
Kommen wir zu 3 Feet Smaller. Auf jeden Fall schon eher mein Geschmack. Die 4 Österreicher kommen auf die Bühne und man merkt schon das jetzt andere Töne angeschlagen werden. Das ganze erinnert mehr an 90er Skatepunk als an 2000er Poppunk. Den Einschlag a lá NoFX oder Lagwagon kann man ihnen definitiv nicht absprechen, aber das wichtige ist, es kracht! - und wie! Der Höhepunkt des Konzerts ist sicherlich erreicht als sich die drei Kollegen vor dem Schlagzeug sich ihr Mikrophone schnappen und ein Lied im Publikum spielen, wirkt zwar wie in einem amerikanischen Teeniefilm, macht aber richtig Spaß. Nach dem Konzert (das Underground brennt) kommen sogar der Sänger und Gitarrist der Kapelle auf die Bühne um sich dafür zu entschuldigen, dass die Band, dank engen Zeitplan, keine Zugabe spielen kann. Auf jeden Fall sehr, sehr sympathisch, ist auch schon vorgemerkt, wenn sich die 4 Wiener mal wieder in die Köln-Bonner Bucht verirren.
Der Gedanke der mich in der Umbaupause umtreibt, ist, wie die 5 Bugs das noch toppen wollen. Aber 3 Feet Smaller und 5 Bugs zu vergleichen, wäre wie das altbekannte Beispiel mit den Äpfeln und Birnen, es geht einfach nicht. Wie sich schon vor einem Jahr an gleicher Stelle herausstellte, sind die 5 Berliner technisch unglaublich gut. Und das stellen sie wieder unter Beweis, mit ihrem unglaublich guten Mix aus Poppunk und Alternative. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie lange das Konzert ging, ich vermute es war so zwischen einer und eineinhalb Stunden. Auf jeden Fall war es gefühlt, nicht mehr als der Zeitraum den man braucht, um einmal mit Mittelfinger und Daumen zu schnipsen. Die Klassiker („Over Is A World I Can't Deal With“, „Appetite At First Sight“, „In Between“) waren alle dabei, ich hab kein Lied vermisst, jedoch muss ich an einer Stelle kurz meckern, weil ich „We Stop At Nothing“ nicht so spät im Set untergebracht hätte, weil es sich als Opener meiner Meinung nach einfach am besten eignet. Aber dafür haben sie diesmal meine Lieblingssongs „Great Escape“ und „Phantoms“ gespielt.
Also fassen wir kurz zusammen, 13 in einen großartigen Abend angelegte Euro, einige blaue Flecke an Ellenbogen, Armen und anderen Stellen des Oberkörpers und am nächsten Morgen zwar ohne Stimme, allerdings auch glücklicherweise ohne Kater aufgewacht. Also was hätte noch besser laufen können?
http://www.5bugs.com
http://www.3feetsmaller.com
http://www.wretched-band.de
Naja, Wretched, sagen wir mal: Klische zu 100 % erfüllt. Poppunk wie aus dem (Gott sei Dank!) nicht vorhandenem Lehrbuch. Es ist wahrlich nichts besonderes, das ganze erinnert mich an „Adieu Ok!“ ohne notorisches Rumgeschrei. Also wie gesagt, nichts besonderes und, ach ja wo steht bitte geschrieben, dass Poppunk, Emo und Pop-Emo-Wurst-Core Bands auf Konzerten Feinripp Unterhemdem tragen müssen? Meine Fresse, drei Mann in weiß, einer in schwarz. Aber reden wir über das Konzert. Was ich den Jungs auf jeden Fall zu Gute halten muss, ist, dass man sich auf ihre Homepage ihrer EP kostenlos runterladen kann. Dafür ein sehr großes Lob, aber es ist halt wie gesagt nichts besonderes.
Kommen wir zu 3 Feet Smaller. Auf jeden Fall schon eher mein Geschmack. Die 4 Österreicher kommen auf die Bühne und man merkt schon das jetzt andere Töne angeschlagen werden. Das ganze erinnert mehr an 90er Skatepunk als an 2000er Poppunk. Den Einschlag a lá NoFX oder Lagwagon kann man ihnen definitiv nicht absprechen, aber das wichtige ist, es kracht! - und wie! Der Höhepunkt des Konzerts ist sicherlich erreicht als sich die drei Kollegen vor dem Schlagzeug sich ihr Mikrophone schnappen und ein Lied im Publikum spielen, wirkt zwar wie in einem amerikanischen Teeniefilm, macht aber richtig Spaß. Nach dem Konzert (das Underground brennt) kommen sogar der Sänger und Gitarrist der Kapelle auf die Bühne um sich dafür zu entschuldigen, dass die Band, dank engen Zeitplan, keine Zugabe spielen kann. Auf jeden Fall sehr, sehr sympathisch, ist auch schon vorgemerkt, wenn sich die 4 Wiener mal wieder in die Köln-Bonner Bucht verirren.
Der Gedanke der mich in der Umbaupause umtreibt, ist, wie die 5 Bugs das noch toppen wollen. Aber 3 Feet Smaller und 5 Bugs zu vergleichen, wäre wie das altbekannte Beispiel mit den Äpfeln und Birnen, es geht einfach nicht. Wie sich schon vor einem Jahr an gleicher Stelle herausstellte, sind die 5 Berliner technisch unglaublich gut. Und das stellen sie wieder unter Beweis, mit ihrem unglaublich guten Mix aus Poppunk und Alternative. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie lange das Konzert ging, ich vermute es war so zwischen einer und eineinhalb Stunden. Auf jeden Fall war es gefühlt, nicht mehr als der Zeitraum den man braucht, um einmal mit Mittelfinger und Daumen zu schnipsen. Die Klassiker („Over Is A World I Can't Deal With“, „Appetite At First Sight“, „In Between“) waren alle dabei, ich hab kein Lied vermisst, jedoch muss ich an einer Stelle kurz meckern, weil ich „We Stop At Nothing“ nicht so spät im Set untergebracht hätte, weil es sich als Opener meiner Meinung nach einfach am besten eignet. Aber dafür haben sie diesmal meine Lieblingssongs „Great Escape“ und „Phantoms“ gespielt.
Also fassen wir kurz zusammen, 13 in einen großartigen Abend angelegte Euro, einige blaue Flecke an Ellenbogen, Armen und anderen Stellen des Oberkörpers und am nächsten Morgen zwar ohne Stimme, allerdings auch glücklicherweise ohne Kater aufgewacht. Also was hätte noch besser laufen können?
http://www.5bugs.com
http://www.3feetsmaller.com
http://www.wretched-band.de
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